Deutsches Chorfest

26.05.-29.05.2022 – Leipzig

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Dieses Fest war schon ein gewaltiges und hat uns tief beeindruckt. 9500 Sängerinnen und Sänger in 350 Chören und Vokalensembles sangen in diesen vier Tagen 539 Konzerte. Das sind gigantische Zahlen, die nachvollziehbar machen, dass jeder Einzelne nur einen sehr kleinen Ausschnitt des gesamten Festes mitbekommen konnte. Aber selbst dieser Ausschnitt ist schon sehr bewegend und wird uns lange im Gedächtnis und im Herzen bleiben.
Los ging’s am Donnerstag Nachmittag auf dem Marktplatz, wo mit einem Festkonzert das Ganze eröffnet wurde.

Da nicht alle unserer Sänger die gesamten vier Tage in Leipzig blieben, kamen sie mit Bus und Bahn an- und wieder abgereist. Innerhalb Leipzigs konnten wir alle unsere Wege von Auftrittsort zu Auftrittsort erlaufen oder mit der Straßenbahn er–fahren.
Die Fahrtkosten zu diesem Projekt wurde durch den Sächsischen Musikrat gefördert und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Mit dieser kamen auch diejenigen in ihre Quartiere, die sich in Leipzig eingemietet hatten, und konnten die kurzen Nächte z. B. in einer Pension verbringen.

Unser erstes Tageskonzert sangen wir am Freitag in der Michaeliskirche, wozu wir uns draußen vor der Kirche trafen und einsangen. Nur wenige Stunden später traten wir im Rahmen des Verbandskonzerts „Saggsn gruufd“ im weißen Saal der Kongresshalle, direkt am Zoo, auf. Dort konnten wir uns natürlich in der unteren Etage einsingen und mussten nicht mehr mit den Pollen kämpfen. Hier traten unsere Männer wieder mal mit der „Ode an die Heimat“ auf, hatten sich dafür extra in ein legereres Outfit begeben und sorgten mit dem herrlichen Maybebop-Text für so manchen Schmunzler oder gar herzhaften Lacher im Publikum.
Am Samstag früh, 10:30 Uhr waren wir dann noch einmal mit unserem Tageskonzert zu hören, diesmal jedoch im Freien: auf der AOK-Wiese des Clara-Zetkin-Parks, wo wir nicht nur einen anderen Chor kennenlernen konnten, sondern tatsächlich auch zu so früher Stunde schon etliche Gäste, die den Chören aufmerksam und freudig lauschten, begrüßen konnten. Die hervorragende Tontechnik hat das Ihrige dazu beigetragen, dass das Hörerlebnis vor der Bühne nicht getrübt wurde.

Wir konnten, wie schon gesagt, leider nur einen verschwindend kleinen Teil von Konzerten der anderen Chöre und Ensembles wahrnehmen, aber das war schon beeindruckend: ob das der Thomanerchor war, die Gruppe „Basta“ aus Köln, die A-cappella-Techno-Band „YeoMen“, der Jazzchor Dresden, der Rundfunkjugendchor Wernigerode unter Leitung von Robert Göstel, welcher ja auch mit uns schon mal einen Workshop durchgeführt hat, oder andere Ensembles, die auf Freilichtbühnen, in Kirchen und Sälen und sogar im Leipziger Stadtbad, das zu einem Auftrittsort umfunktioniert wurde, auftraten. Schön war hier z. B., dass hier in der Pause Singende aus verschieden Chören plötzlich anfingen, gemeinsame Lieder zu singen, wie z. B. „Engel“ oder „Viva la vida“.

Doch es gab nicht nur Konzerte und Veranstaltungen, sondern auch lecker zu Essen, Kaffee o. ä. und sicher auch den einen oder anderen Schluck Alkohol, gerade am Abend und zu den Nachtkonzerten.